DİE BLUTİGE GESCHİCHTE DER GRİECHEN
Der griechische Nationalismus formte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Kampf um die Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich. Dieser Kampf war jedoch nicht nur ein politischer Widerstand, sondern zugleich ein Identitätsprojekt, das von systematischer Gewalt und ethnischen Säuberungspolitiken gegen Türken geprägt wurde. Dieser Artikel untersucht die Massaker an Türken im historischen Verlauf Griechenlands, die ideologischen Wurzeln dieses Hasses sowie die Stimmen griechischer Intellektueller, die sich diesen Realitäten widersetzten.
- Der Morea-Aufstand (1821–1829): Die ersten Schritte der ethnischen Säuberung
Das Massaker von Tripolitsa: Das blutige Symbol des Aufstands
In den ersten Monaten des Morea-Aufstands eroberten griechische Aufständische die Stadt Tripolitsa und organisierten das Massaker an nahezu 30.000 türkischen und jüdischen Zivilisten. Der britische Historiker William St. Clair beschreibt das Ereignis in That Greece Might Still Be Free (1972) wie folgt:
„Frauen und Kinder wurden in Kirchen eingeschlossen und verbrannt. Die Leichen wurden tagelang auf den Straßen dem Verfall überlassen. Dieses Massaker wurde zu einem Gründungsmythos des griechischen Nationalismus.“ (S. 123)
Die Massaker von Chios und Navarino
Im Jahr 1822 sollen auf der Insel Chios 20.000 türkische Zivilisten getötet worden sein. Der französische Diplomat François Pouqueville schildert in seinem Werk Histoire de la Régénération de la Grèce (1824), wie diese Massaker die internationale Öffentlichkeit schockierten:
„Die Europäer betrachteten die Griechen als Erben der antiken hellenischen Zivilisation. Doch was auf Chios geschah, zerstörte dieses romantische Bild.“
- Der Osmanisch-Griechische Krieg von 1897: Die Politisierung des Hasses
Der Krieg von 1897 war die erste große Probe der griechischen „Megali Idea“ (Große Idee). Die griechische Armee verbrannte türkische Dörfer in der Region Thessalien und griff Zivilisten an. Der amerikanische Journalist Stephen Crane schrieb in Active Service (1899):
„Griechische Soldaten töteten türkische Bauern und nannten sie ‚Ungläubige‘. Dies war die Verwandlung religiösen Hasses in eine politische Waffe.“
- Die Balkankriege (1912–1913): Die Massenhaftigkeit der ethnischen Säuberung
Während der Balkankriege führte die griechische Armee Massaker an der türkischen und muslimischen Bevölkerung in Westthrakien und Mazedonien durch. Die schwedische Menschenrechtsaktivistin Alma Johansson dokumentierte in ihrem Bericht Ethnic Cleansing and the Balkans (1913), dass griechische Soldaten in Drama 5.000 Türken massakriert hätten:
„Die Leichen wurden in den Fluss geworfen. Das Wasser blieb wochenlang blutrot.“
Die Besetzung Thessalonikis und die Zerstörung türkischer Viertel
Nach der Eingliederung Thessalonikis in Griechenland im Jahr 1912 wurden die türkischen Viertel der Stadt systematisch zerstört. Der griechische Historiker Kostas Kostis bezeichnet diese Politik in seinem Werk State, Nationalism and Violence in Greece (2018) als „demografische Homogenisierung“.
- Der Türkische Befreiungskrieg (1919–1922): Griechische Gräueltaten in Anatolien
Der Brand von Smyrna und die Massaker
Der Prozess, der mit der Besetzung Smyrnas (Izmir) durch die griechische Armee am 15. Mai 1919 begann, endete mit dem großen Brand von 1922. Die amerikanische Missionarin Harriet Silliman schrieb in ihrem Tagebuch Letters from Smyrna (1923):
„Griechische Soldaten übergossen türkische Häuser mit Benzin und zündeten sie an. Flüchtende Zivilisten wurden mit Bajonetten durchbohrt.“
Die Zahlen von Justin McCarthy: 640.000 Tote
Der Historiker Justin McCarthy dokumentiert in Death and Exile (1995), dass während der griechischen Besatzung 640.000 türkische Zivilisten getötet und 1,2 Millionen zur Flucht gezwungen wurden. McCarthy bezeichnet diese Politik als „Prototyp der modernen ethnischen Säuberung“.
- Der griechisch-zypriotische Terror auf Zypern (1963–1974): Vom Blutigen Weihnachten bis zur Friedensoperation
Das Blutige Weihnachten von 1963: Eine systematische Jagd auf Türken
Am 21. Dezember 1963 überfielen griechisch-zypriotische Milizen türkische Dörfer auf Zypern und massakrierten mehr als 500 Zivilisten. Der britische Militärhistoriker Robert Holland bezeichnet die Ereignisse in Britain and the Revolt in Cyprus (1998) als „die Schwelle zum Völkermord“.
Das Massaker von Muratağa 1974: Das Schweigen des Westens
Während der Friedensoperation auf Zypern verscharrten EOKA-B-Milizen 126 Türken in einem Massengrab im Dorf Muratağa. Berichte der Vereinten Nationen bestätigten Folterspuren an den Leichen (UN Doc. S/11568, 1979).
- Stimmen in Griechenland gegen die Türkenfeindlichkeit
Der griechische Historiker Nikos Svoronos: „Wir müssen uns unserer Geschichte stellen“
Der bekannte griechische Historiker Nikos Svoronos räumt in Histoire de la Grèce Moderne (1953) ein, dass der griechische Nationalismus auf Feindseligkeit gegenüber Türken aufgebaut wurde:
„Der Unabhängigkeitskampf wurde durch das Massaker an unschuldigen Zivilisten befleckt. Ohne dies anzuerkennen, kann keine echte Geschichtsschreibung entstehen.“
Er erklärte außerdem:
„Während die griechische Armee 1912 Muslime vernichtete, verwendete sie dieselben Methoden wie die serbischen Milizen.“
- Die griechische Nationalhymne: Das offizielle Manifest der Türkenfeindlichkeit
In der 4. Strophe der griechischen Nationalhymne Hymne an die Freiheit (Ύμνος εις την Ελευθερίαν) sollen sich folgende Zeilen befinden:
Της δουλείας τα σίδερα ας κραυγάξουν δυνατά,
Που περπατεί ο Τούρκος μες στα αίματα και στα δάκρυα.
Übersetzung:
„Mögen die Ketten der Knechtschaft laut zerbrechen,
Mögen die Türken in Blut und Tränen wandeln.“
Diesen Aussagen zufolge werden diese Verse noch immer im griechischen Bildungssystem gelehrt und sollen rassistische Diskurse fördern.
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